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Romain Nosbaum und Florin Mantale – ESCAPES. Music for Piano duo by Albena Petrovic

Romain Nosbaum und Florin Mantale
ESCAPES. Music for Piano duo by Albena Petrovic
Katalog Nr.: SM 555 (Digital Release)
Veröffentlichung: 27.03.2026
CD exklusiv im Shop


Romain Nosbaum und Florin Mantale – ESCAPES. Music for Piano duo by Albena Petrovic

Wie alle CD-Alben komponiert von Albena Petrovic hat auch das Album ESCAPE ein sehr persönliches und einzigartiges Gepräge; es wurde inspiriert und entwickelt aus der Vorstellung von Flucht-ergreifen und Zurücklassen, nicht körperlicher Art, sondern auf mentale und poetische Weise, in Verfolgung des „roten Fadens“, der sich durch jede ihrer Arbeiten zieht, immer aus demselben Motiv: der Wirklichkeit zu entfliehen und in eine andere, schönere Welt einzutauchen – einer Welt aus Träumen und aus Fantasie. Die Themen eines düsteren, schmerzvollen Gemütszustands, in dem Gefühle von Einsamkeit und Verlassensängsten vorherrschen, sind diejenigen, die sie immer wieder inspirieren. Ist der Wunsch, wegzugehen und nie zurückzukehren, ein reales oder nur ein eingebildetes Gefühl?

Ihre Werke sind größtenteils von biografischen Elementen inspiriert. Es begleitet Sie durch ihr ganzes bisheriges Leben und ist Teil meiner persönlichen Bestimmung, seit sie ihre Heimat Bulgarien verlassen hatte. Wie immer dann, wenn sie sich, von allen gewohnten Bezügen getrennt hat, neu erfinden muss, nehmen ihre Träume und Wünsche einen zentralen Platz in ihrer Arbeit ein. Aufgrund meiner Bestimmung als „Heimatlose“ – nach der Zerstörung des politischen und kulturellen Systems des Ostens während der 1990er Jahre – nimmt ihre Persönlichkeit als Künstlerin diese Perspektive ein. Was sie in Bruchstücken erinnert, kommt ihr eher fiktional vor als zu ihrem wirklichen Leben gehörig.


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Elvin Hoxha Ganiyev & Württembergische Philharmonie Reutlingen – Mendelssohn: Violin Concertos

Elvin Hoxha Ganiyev & Württembergische Philharmonie Reutlingen
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violin Concertos 
Katalog Nr.: SM 546
Veröffentlichung: 20.02.2026


Elvin Hoxha Ganiyev & Württembergische Philharmonie Reutlingen – Mendelssohn: Violin Concertos in D & E Minor

Wie wird aus einem begabten Knaben ein Meister? Wie wandelt sich eine ganze Epoche vom klassischen Ideal zur romantischen Vision? Felix Mendelssohn Bartholdys beide Violinkonzerte geben darauf eine eindringliche Antwort. Zwischen dem dreizehnjährigen Wunderkind von 1822 und dem reifen Meister von 1844 entfaltet sich nicht nur die Entwicklung eines außergewöhnlichen Komponisten, sondern die ganze Spannweite der Mendelssohn’schen Ästhetik: Liebe zur Form bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Innovation, Verbindung von technischer Perfektion mit emotionaler Unmittelbarkeit, Balance zwischen Tradition und Fortschritt.

Elvin Hoxha Ganiyev ist ein international anerkannter Konzertgeiger, der mit führenden Orchestern und Dirigenten weltweit auftritt. Geboren 1997 in eine Familie angesehener Musiker, begann er mit fünf Jahren Violine zu spielen unter der Anleitung von Server Ganiyev an der Bilkent-Universität und gab sein Solodebüt mit acht Jahren mit dem Bilkent Sinfonieorchester. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) ist ein renommiertes Sinfonieorchester mit Sitz in Reutlingen, Baden‑Württemberg. Howard Griffiths ist ein international tätiger britisch-schweizerischer Dirigent. In England geboren, studierte er am Royal College of Music in London und lebt seit 1981 in der Schweiz. Als Gastdirigent arbeitet er mit führenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Tschaikowsky Sinfonieorchester, dem Orchestre National de France und dem Israel Philharmonic Orchestra. Seine enge Zusammenarbeit mit Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt und Hans Werner Henze hat ihn zu einem vielseitigen und gefragten Künstler gemacht.


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CHAARTS Chamber Artists & Shira Patchornik – Bella Furia

CHAARTS Chamber Artists & Shira Patchornik
Bella Furia
Katalog Nr.: SM 553 (Digital Release)
Veröffentlichung: 13.02.2026
CD exklusiv im Shop


CHAARTS Chamber Artists & Shira Patchornik – Bella Furia – Arias by Mozart, Haydn, Piccini, Salieri, Paisiello

Eine Zeitreise in Schlösser, Kammern und amouröse Schauplätze um 1800.
Die unwiderstehliche Sopranistin Shira Patchornik ist ein Shooting Star auf den Opern- und Konzert-Bühnen. Mozarts «Figaro», diese Oper kennen noch viele. «Al Desio di chi t’adora». Es ist ein Lied voller erotischer Spannung an ihren Geliebten. Und vielleicht ist «La vera Constanza» von Haydn manchen noch ein Begriff. Der Rest dieses anregenden Programms sind Entdeckungen und Kostbarkeiten italienischer Opern aus der gleichen Zeit, jedoch weitgehend vergessen. Aber worum geht es?

Keine Oper kommt ohne sie aus: Das Dienstmädchen, die Geliebte, die Kammerzofe, die eifersüchtige Ehefrau, die Tochter. Opern um 1800 sind meist verzwickte Ränke- und Liebesgeschichten. Mal dramatisch, mal vor allem humorvoll geprägte Stoffe inspirierten die Komponisten zur Höchstform ihrer Kunst. Bella Ragazze, sie werden Zeuginnen amouröser Abenteuer, sie sind Projektionsfläche mächtiger Männer oder sie werden selbst tatkräftige und rachsüchtige Protagonistinnen. Shira Patchornik ist ein Shooting Star auf den großen Bühnen und bringt uns Schlüsselmomente aus den Opernschätzen in einer stupenden Bühnenpräsenz zu Gehör. Sie verkörpert Figuren auf ihre unverwechselbare Art und wird jeder noch so halsbrecherischen Koloratur gerecht. Wie dafür geschaffen, gesellt sich zum unterhaltsamen Operngeschehen das selten zu hörende Divertimento von Mozart: Als Musik zur Unterhaltung festlicher Gesellschaften geschrieben, zeigt es den für Mozart so typischen Humor in beinahe jedem Augenblick.

Shira Patchornik: Sopran
CHAARTS Chamber Artists
Leitung: David Castro-Balbi


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Chaos String Quartet – Chaos

Chaos String Quartet
Chaos
Katalog Nr.: SM 552
Veröffentlichung: 13.02.2026


Chaos String Quartet – „Chaos“ Haydn; Fery Rebel; Bach; Ligeti; Rameau; Schnittke and Beethoven

Ein ordentliches Chaos

Es stört, es stresst, es erschreckt – und doch geht eine Faszination von ihm aus: Das Chaos gilt seit jeher als Bedrohung, aber auch als Fundament des Lebens. Etliche Schöpfungsmythen erzählen, die Welt sei aus einer Unordnung, aus einem „Tohuwabohu“, heraus entstanden. In gleicher Weise gelten vor allem anarchische Geistern als befähigt, Meisterwerke der Kunst zu erschaffen. Am schönsten hat diesen Gedanken wohl Friedrich Nietzsche formuliert: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ Das vorliegende Album widmet sich Werken, die gleichsam ein tönendes Chaos in sich tragen. Ursprünglich für ganz unterschiedliche Besetzungen geschrieben, erklingen diese Stücke in Arrangements für Streichquartett und werden durch improvisierte Zwischenspiele verbunden – Interludien, für die der ungarische Komponist Samu Gryllus die Grundlage geschaffen hat. Das Chaos String Quartet entstand aus einem legendären Bratschenwitz: „Etabliertes, weltberühmtes Streichquartett sucht neue erste Geige, zweite Geige … und Cellisten.“ Genauso ist es passiert. An der rauen Küste Cornwalls, während einer Meisterklasse in Prussia Cove – zwischen inspirierendem Kammermusikunterricht, einer Vom-Blattspiel-Runde und einem Abendessen bei Kerzenschein – sprach Bratschistin Sara die Geigerin Susanne an, ob sie mit ihr ein Quartett gründen wolle. Nach diesem ersten Gespräch dauerte es eine Weile, bis sich zwei weitere mutige MusikerInnen in ihren späten Zwanzigern fanden, die bereit waren, sich auf das aufregende, manchmal komplexe und riskante Abenteuer Streichquartett einzulassen. Glücklicherweise stießen Eszter und Bas bald darauf mit großer Begeisterung hinzu. Das Ensemble gibt seine Leidenschaft – und ein bisschen Chaos – gerne an die nächste Generation weiter: etwa als Young Artists in Residence an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie unterrichten und mit den MusikerInnen von morgen zusammenarbeiten. Ihre Ernennung zu BBC New Generation Artists (2023–2025) sowie regelmäßige Auftritte in renommierten Sälen wie der Wigmore Hall, dem Musikverein und dem Concertgebouw zeichnen einen Weg nach, auf dem Unvorhersehbarkeit zur Inspiration wird – und erinnern uns daran, dass aus den Quellen des Chaos Musik von seltener Ordnung und Schönheit entstehen kann.


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Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp – Voyage romantique

Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp
Voyage romantique
Katalog Nr.: C130236
Digital Release: 14.11.2025
Veröffentlichung CD: 16.01.2026

 


Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp – Voyage romantique. Für Oboe und Orgel

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Kolbermoor wurde 1873 vom regionalen Orgelbauer Jakob Müller aus Rosenheim gebaut, voll mechanisch und mit 16 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Der damalige Münchner Domorganist Karl Ziegler lobte in seinem Abnahmegutachten das deutsch-romantisch ausgerichtete Instrument mit seinem „starken runden Klang der unteren und mittleren Oktaven und der vollen Frische der führenden Labialstimmen, welcher die Räume der Kirche ausfüllt und die Gemeinde zur Andacht und Freude stimmt….“
Mit ihrem charakteristischen milden romantischen Klang war sie – auch wegen der guten Kirchenakustik – das ideale Instrument für die Aufnahme unserer CD. Im Mittelpunkt stehen romantische und spätromantische Werke aus Deutschland und Frankreich, ergänzt durch Raritäten wie Heinz Holligers Jugendwerk „Choral“, Michel Wiblés „Meditation“, Armando Olivas „Notturno“ oder George Templeton Strongs „Adagio“ für Englischhorn und Orgel. Neben den Originalwerken für Oboe, Oboe d’amore und Englischhorn enthält unsere CD als Besonderheit auch eine Reihe von Kompositionen, die ursprünglich für Orgel solo gedacht sind, in denen aber das Oboen-Register entweder explizit vorgeschrieben ist oder als Registrierungsmöglichkeit sehr sinnvoll wäre.
Schon um 1510 taucht in Frankreich ein Orgelregister mit dem Namen Hautbois (= lautes Holz) auf, ein kurzbecheriges Zungenregister. Auch in England und Deutschland gehörte das Oboenregister mit seinem im Gegensatz zur Trompete milden und zart intonierten Klang bald zur Grundausstattung jeder größeren Orgel, manchmal auch mit der Bezeichnung Schalmei. So kann es vom Organisten in zweierlei Hinsicht eingesetzt werden: entweder als schlankes, ausdrucksvolles Soloregister oder in Verbindung mit den Grundstimmen (Fonds), zu hören auf dieser Aufnahme im Mittelteil der Komposition von C. Franck, der Fuge, in der genau diese Mischung vorgeschrieben ist.

 


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Alex Jellici & Matías Lanz – Le Carillon des Regrets

Alex Jellici & Matías Lanz
Le Carillon des Regrets
Katalog Nr.: SM 554
Veröffentlichung: 02.01.2026 (Digital Release)
CD exklusiv im Shop


Alex Jellici & Matías Lanz – Le Carillon des Regrets (Neujahrsstück der Zentralbibliothek Zürich)

NEUJAHRSSTÜCKE DER ZENTRALBIBLIOTHEK ZÜRICH

Bis ins 17. Jahrhundert reicht die zürcherische Tradition zurück, am 2. Januar, dem Bächtelistag, Neujahrsstücke herauszubringen. Gesellschaften und Institutionen gaben Druckschriften, graphische Blätter oder Musikdrucke der Zürcher Jugend gegen Überbringung eines Geldbetrags ab. Dieser war für die Beheizung der Gesellschaftslokale bestimmt und wurde deshalb «Stubenhitze» genannt. Die 1629 gegründete Stadtbibliothek verteilte 1645 als erste Zürcher Körperschaft ein Neujahrsstück, einen Kupferstich von Hans Conrad Meyer mit einem Gedicht von Johann Wilhelm Simmler, und begründete damit diese Form der Neujahrsgabe. Die Zentralbibliothek Zürich, 1914 aus der Vereinigung von Stadt- und Kantonsbibliothek hervorgegangen, führte den Brauch zunächst weiter. 1925 wurde die regelmässige Herausgabe unterbrochen, 1939 gänzlich eingestellt. Im Jahr 2005 wurde mit einer CD mit Klaviermusik des Winterthurer Komponisten Johann Carl Eschmann, dessen Nachlass in der Zentralbibliothek Zürich liegt, in neuer Gestalt an die alte Tradition angeknüpft. Von Tenorliedern Zwinglis bis zur Musik des 21. Jahrhunderts wurde seither ein breites Repertoire an Instrumental- und Vokalmusik für die unterschiedlichsten Besetzungen zum Teil erstmals veröffentlicht.

Le Carillon des Regrets

Die Musikgeschichte ist voller skurriler Kompositionen, die meistens abseits des Kanons nur mehr besonderen Connaisseuren und Connaisseusen bekannt sind. Eine Sparte für sich bilden dabei sicherlich musikalische Programmstücke aus der Barockzeit, also vor der eigentlichen Etablierung der Programmmusik im 19. Jahrhundert. Dazu gehören beispielsweise die zahlreichen, oft humoristisch gestalteten ‹Tierstücke› wie die Sonata representativa von Heinrich Ignaz Franz Biber oder die Kuckucks-Capricci und -Konzerte von so namhaften Komponisten wie Georg Friedrich Händel. Es können auch geistliche Themen sein wie bei den Biblischen Historien von Johann Kuhnau oder Bibers Rosenkranzsonaten. Seltener haben Musikstücke kulinarische Hintergründe und wohl noch seltener medizinische. Um ein Stück aus der letzten Kategorie geht es bei diesem Programm. Da Le Tableau de l’Opération de la Taille von Marin Marais (1656–1728) eine solch bizarre Einmaligkeit aufweist, dient es als Achsen- und Mittelpunkt einer ganzen Geschichte.


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Jean-Nicolas Diatkine – Schubert: Six Moments Musicaux, Four Impromptus, Hungarian Melody

Jean-Nicolas Diatkine
Schubert: Six Moments Musicau, Four Impromptus, Hungarian Melody
Katalog Nr.: SM 551 (Digital Release)
Veröffentlichung: 12.12.2025
CD exklusiv im Shop


Schubert: Six Moments Musicaux D 780 – Four Impromptus D 899 – Hungarian Melody D 817

Wie ein einsamer Wanderer zuweilen unbekannte Wege entdeckt, so verlor sich Schubert gerne in Abschweifungen, die sich weit von seinem Ausgangspunkt entfernten, was ihn jedoch nicht daran hinderte, ein hohes Maß an Formstrenge zu wahren. Obwohl die Komposition eines Liedes die Struktur des vertonten Gedichts als Rahmen vorgibt, findet er gerade durch die Kühnheit seiner Modulationen oft einen Freiraum, der seinen Ausdruck in seiner Genauigkeit besonders eindrucksvoll macht. Natürlich finden wir den gleichen Sinn für dramatische Kontraktion auch in seinen kurzen Klavier-kompositionen. Alles ruht auf jeder einzelnen Note.

Die vier Impromptus op. 90 sind so ausdrucksstark, dass sie für sich alleinstehen und keiner Erklärung bedürfen, mit der möglichen Ausnahme des Ersten. Meine anfängliche Herangehensweise an das erste Impromptu in c-Moll war von der Figur des Liedes „Der Wanderer“ beeinflusst, dem heimatlosen Reisenden, der sich ständig fragt: Wohin soll ich gehen? („Wo, immer wo?“). Der Pianissimo-Beginn evoziert eine Energie, die zu erlöschen droht, aber allmählich wieder zum Leben erwacht. Am Ende des Stücks suggerierte mir das dreifache Klavier, dass die Melancholie letztlich überwiegen würde. Alles änderte sich, als ich feststellte, dass Schubert dem Interpreten bis zum Schlussakkord keine Verlangsamung gestattete. Das lange Diminuendo auf der letzten Seite erinnert an einen in die Ferne schweifenden Marsch, ohne jedoch in seinem Rhythmus ins Stocken zu geraten. Meine Vorstellung von dem Stück wurde völlig auf den Kopf gestellt. Ein anderes Szenario drängte sich auf, das eines Liedes ohne Worte, das die gleiche Atmosphäre von tragischem Heldentum hervorruft wie Heines „Die zwei Grenadiere“: eine imaginäre Begegnung mit einer kleinen Abteilung einer Armee, die wir herannahen hören. Unter den Mitgliedern der Truppe befindet sich ein Dichter, der einen Marsch singt, der sich mit dem Refrain der übrigen Truppe abwechselt. Ohne Übergang entweicht die Melodie der schmutzigen Realität des Krieges, mit einer sehr charakteristischen Schubertschen Heiterkeit. Dann tritt eine plötzliche Stille ein, bevor eine Episode folgt, in der die Gewalt der Kämpfe und die Angst vor dem Tod wieder auftauchen. Die Wiederkehr des Anfangsmarsches, diesmal in einer Dur-Tonart, vermittelt die tragische Freude über die Opferbereitschaft dieser Männer:

„Mit der freudigen Trompete

Möge mein Kaiser dann über meine Gebeine gehen:

Trommeln, lasst euch hören!

Bewaffnet erhebe ich mich und verlasse die Erde,

Ich habe meinen Kaiser zu verteidigen!“

Heine, Die zwei Grenadiere

Der Gesang verklingt in der Ferne, und nur der Trompetenruf bleibt hörbar, der viermal wiederholt wird, bevor der Erzähler das Stück allein und schweren Herzens beendet.


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Alexander Gil – Paseo

Alexander Gil
Paseo
Katalog Nr.: SM 547
Veröffentlichung: 28.11.2025 (Digital Release)
CD exklusiv im Shop


Alexander Gil – Paseo

Die vorliegende CD-Einspielung von Alexander Gil – seine erste – mit dem Titel „Paseo” ist der Bericht von einem Spaziergang, eine Reise voller Beziehungen. „Paseo” – spanisch, dem Worte nach: eine kurze Strecke zurücklegen, vorzugsweise zu Fuß – ist eine Einladung, sich von der Gitarre – und mittels der Musik – durch Kulturen, Orte, Städte und Stadtviertel führen zu lassen. In diesem Sinne beinhalten die eingespielten Werke Musik, die sich von Spanien über Kuba nach Venezuela bewegt und Kompositionen aus einem Zeitraum von der Mitte des 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts umfasst.

Francisco Tárrega (Villareal 1852 – Barcelona 1909), unverzichtbarer Bezugspunkt in der akademischen Geschichte der modernen Gitarre, ist der Schöpfer von Capricho Árabe und Lágrima. Während im ersten Stück typische Ausdrucksweisen und Melismen des arabischen Erbes auf der Iberischen Halbinsel aufgegriffen werden, wird das zweite von einer Lyrik getragen, die in ihrer Schlichtheit einen emotionalen Ton nahe der Melancholie anschlägt. Isaac Albéniz (Camprodon, Spanien 1860 – Cambo-les-Bains, Frankreich 1909), Komponist und Pianist, ist aufgrund der Transkriptionen seiner Werke für die Gitarre heute einer der wichtigsten spanischen Komponisten in deren Repertoire. Leo Brouwer (Havanna 1939), Gitarrist, Komponist, Dirigent und bedeutende musikalische Persönlichkeit, ist eine zentrale Figur in der Entwicklung der Gitarrenmusik im 20. Jahrhundert. Das Tríptico (Triptychon) des venezolanischen Komponisten Javier Pedrá ist eine Hommage an den kubanischen Musiker Joaquín Clerch, der sein Lehrer in Österreich war. Mit einer Struktur, die an die Sätze einer Barocksuite mit der Tempofolge schnell-langsam-schnell erinnert, weist jedes der drei Stücke mit expliziten Bezügen auf charakteristische Tänze der populären Musik Venezuelas und Kubas hin.


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Margarita Höhenrieder, Antti Siirala, Sébastian Innocenti & Wiener Concert-Verein: Mozart & Choveaux

Margarita Höhenrieder
Mozart & Choveaux
Katalog Nr.: SM 497
Veröffentlichung: 07.11.2025


Margarita Höhenrieder, Antti Siirala, Sébastian Innocenti & Wiener Concert-Verein:
Mozart:Concerto for two pianos & Choveaux: Cristián en el Tortoni Buenos Aires (World Premiere)

Den aus Finnland stammenden Pianisten Antti Siirala hörte Margarita Höhenrieder zum ersten Mal 1997 in Wien, als sie Jurorin beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb war. Viele Jahre später wurde Antti Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in München – eine glückliche Fügung, die beiden die Möglichkeit gab, gemeinsam zu musizieren. Bereits bei dem ersten Zusammenspiel spürten sie eine besondere musikalische Verbindung: ein ähnliches Klangideal und eine sehr bewusste Art des aufeinander Hörens.

Sich gemeinsam auf einen künstlerischen Weg zu begeben – etwa auf die Suche nach einem überzeugenden Mozart-Klang auf modernen Instrumenten, nach dem passenden Tempo, Rhythmus, einer lebendigen Phrasierung, spannenden Dynamik – ist ein hoch kreativer Prozess und zweifellos eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Einen reizvollen Kontrast zu unserer Mozart-Interpretation bildeten die südamerikanischen Klänge und Rhythmen des Bandoneons sowie die typisch melancholischen Melodien des Tangos Cristián en el Café Tortoni Buenos Aires von Françoise Choveaux – eine ganz andere, aber ebenso inspirierende Herausforderung. Durch die Komponistin lernte Frau Höhenrieder auch den großartigen Bandoneonisten dieser Aufnahme, Sébastien Innocenti, kennen.

Margarita Höhenrieder betritt immer wieder ungewöhnliche Pfade. Mit dem befreundeten Maler Bernd Zimmer hält sie kreative Performances: „2 left hands, ” bei der Bernd Zimmer mit seiner Linken ein Bild entstehen lässt während Margarita Höhenrieder Werke ausschließlich für die linke Hand spielt. Der bekannte Jazz Musiker Ingfried Hoffmann, Hjálmar Hegi Ragnarsson aus Island und Francoise Choveaux schrieben eigens hierfür Kompositionen.

Auf dem Cover dieser CD sowie im Booklet ist das Bild „Ast”, 2022 von Bernd Zimmer zu sehen. Der Tango „Cristián en el Tortoni Buenos Aires” ist Margarita Höhenrieder gewidmet.


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Heghine Rapyan: Chopin Of Armenia – Stephan Elmas

Heghine Rapyan
Chopin Of Armenia – Stephan Elmas
Katalog Nr.: SM 545
Veröffentlichung: 24.10.2025 (Digital Release)
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Heghine Rapyan: Chopin Of Armenia – Stephan Elmas

Im Jahr 2023 veröffentlichte die armenische Pianistin Heghine Rapyan ihr Debütalbum mit den vollständigen Klaviersonaten von Stephan Elmas – als Weltpremiere. Die internationale Presse und Musikkritik zeigte schnell großes Interesse an dieser wunderschönen und lange übersehenen Musik. Stephan Elmas wird oft als der „Chopin Armeniens“ bezeichnet.

Mit der nun vorliegenden zweiten CD setzt sie diese Mission mit großer Verantwortung fort – das Vermächtnis von Elmas als wahrhaft romantischer Komponist im Geiste Chopins ins Licht zu rücken. Das Album umfasst musikalische Gattungen, die auch Frédéric Chopin besonders liebte: Mazurken, Walzer, Scherzi, Präludien, Nocturnes und eine Polonaise. Diese Werke spiegeln den poetischen Atem Chopins wider, sind jedoch zugleich von der Individualität und emotionalen Tiefe Stephan Elmas’ durchdrungen.

Einige der Stücke auf dieser Aufnahme werden hier zum ersten Mal überhaupt gespielt und aufgenommen. Es war für die Künstlerin ein Moment großer Freude, an diesem verborgenen Juwel der Musikliteratur zu arbeiten – eine wahre Entdeckungsreise, bei der ich die Spannung und das Glück spürte, eine vergessene Stimme der Romantik wieder zum Leben zu erwecken.


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