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Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp – Voyage romantique

Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp
Voyage romantique
Katalog Nr.: C130236
Digital Release: 14.11.2025
Veröffentlichung CD: 16.01.2026

 


Hansjörg Schellenberger & Edgar Krapp – Voyage romantique. Für Oboe und Orgel

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Kolbermoor wurde 1873 vom regionalen Orgelbauer Jakob Müller aus Rosenheim gebaut, voll mechanisch und mit 16 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Der damalige Münchner Domorganist Karl Ziegler lobte in seinem Abnahmegutachten das deutsch-romantisch ausgerichtete Instrument mit seinem „starken runden Klang der unteren und mittleren Oktaven und der vollen Frische der führenden Labialstimmen, welcher die Räume der Kirche ausfüllt und die Gemeinde zur Andacht und Freude stimmt….“
Mit ihrem charakteristischen milden romantischen Klang war sie – auch wegen der guten Kirchenakustik – das ideale Instrument für die Aufnahme unserer CD. Im Mittelpunkt stehen romantische und spätromantische Werke aus Deutschland und Frankreich, ergänzt durch Raritäten wie Heinz Holligers Jugendwerk „Choral“, Michel Wiblés „Meditation“, Armando Olivas „Notturno“ oder George Templeton Strongs „Adagio“ für Englischhorn und Orgel. Neben den Originalwerken für Oboe, Oboe d’amore und Englischhorn enthält unsere CD als Besonderheit auch eine Reihe von Kompositionen, die ursprünglich für Orgel solo gedacht sind, in denen aber das Oboen-Register entweder explizit vorgeschrieben ist oder als Registrierungsmöglichkeit sehr sinnvoll wäre.
Schon um 1510 taucht in Frankreich ein Orgelregister mit dem Namen Hautbois (= lautes Holz) auf, ein kurzbecheriges Zungenregister. Auch in England und Deutschland gehörte das Oboenregister mit seinem im Gegensatz zur Trompete milden und zart intonierten Klang bald zur Grundausstattung jeder größeren Orgel, manchmal auch mit der Bezeichnung Schalmei. So kann es vom Organisten in zweierlei Hinsicht eingesetzt werden: entweder als schlankes, ausdrucksvolles Soloregister oder in Verbindung mit den Grundstimmen (Fonds), zu hören auf dieser Aufnahme im Mittelteil der Komposition von C. Franck, der Fuge, in der genau diese Mischung vorgeschrieben ist.

 


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Hansjörg Schellenberger – Georg Philipp Telemann. Zwölf neue Fantasien für Oboe solo

Hansjörg Schellenberger
Georg Philipp Telemann. Zwölf neue Fantasien für Oboe solo
Katalog Nr.: C130229
Veröffentlichung: 06.09.2024


Hansjörg Schellenberger – Georg Philipp Telemann. Zwölf neue Fantasien für Oboe solo

Georg Philipp Telemann ist in die Musikgeschichte eingegangen als höchst produktiver, systematisch arbeitender Komponist, der nicht nur was die reine Anzahl der von ihm geschriebenen Werke betrifft quasi alle anderen Komponisten seiner Zeit übertroffen hat, sondern darüber hinaus vielfältige Aufgaben in hohen musikalischen Ämtern in Orten wie Leipzig, Frankfurt und die letzten 40 Jahre seines Lebens in Hamburg übernommen hatte. In den Jahren 1732/33 bzw. 1735 schrieb er 4 Werkgruppen von je 12 Fantasien für Flöte, Violine, Cembalo und Viola da gamba – alle solo ohne basso continuo oder andere begleitende Instrumente.

Da Telemann viele Instrumente selbst spielte und es durchaus in seiner Zeit üblich war, die jeweiligen Kompositionen auf verschiedenen Instrumenten zu spielen (was man besonders deutlich in der französischen Barockmusik erkennen kann, der Telemann sehr zugeneigt war), ist es sehr gut nachzuvollziehen, dass die Flötistin Leona Rötzsch für einen Verlag eine Transkription für Flöte anfertigte. Angeregt von dieser Transkription, die sich aber für die Oboe als im Allgemeinen zu hoch liegend erweist, hat in der vorliegenden Aufnahme Hansjörg Schellenberger eine eigene Umsetzung der Fantasien in den jeweiligen Originaltonarten vorgenommen. Ebenso hat er nach bestmöglichem musikalischen Gewissen und Verständnis für die Originalwerke versucht, dem ursprünglichen Text so nahe wie möglich zu bleiben, wobei natürlich viele Entscheidungen zu fällen waren, welche der jeweiligen Stimmen im entsprechenden Augenblick wichtiger erschienen und herausgehoben werden sollten, welche Stimmen jeweils dann vernachlässigt wurden. Das ist natürlich eine sehr subjektive Arbeit, die zweifellos von jedem Oboisten anders betrachtet werden kann. In jedem Fall bleibt aber die Tatsache, dass diese Kompositionen von Telemann von ganz aussergewöhnlicher kompositorischer Qualität sind und eine ziemlich hohe Herausforderung – besonders bezüglich der Atemtechnik – an den ausübenden Musiker stellen.


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Berliner Symphoniker & Hansjörg Schellenberger – Schubert Ouvertüren „Lebensfreude“

Berliner Symphoniker & Hansjörg Schellenberger
Schubert Ouvertüren „Lebensfreude“
Katalog Nr.: SM 361
Veröffentlichung: 11.03.2022


In dieser CD begegnen wir Schubert in der Musik seines Hauptschaffens – der riesigen Anzahl seiner Lieder, aber auch seiner umfangreichen Sammlung von Kammermusik und Klavierstücken – so stoßen wir häufig auf einen Charakterzug des Komponisten, der sich immer wieder und sehr zentral darstellt: seine Neigung zur tiefen Melancholie in all ihren Ausprägungen und insbesondere seiner ständigen Wiederkehr zur Auseinandersetzung mit dem Tod. Er erscheint als das dinglich kaum zu fassende göttlich geniale Wesen, das aus sich heraus alles Menschliche unmittelbar in Musik umsetzen kann. Und zeitgleich gelingt ihm, das naiv-fröhliche Dasein mit den Abgründen tiefen Schmerzes zu verbinden und gemeinsam darzustellen. Umso überraschender ist die Erfahrung des musikalischen Ausdrucks in nahezu allen seinen Ouvertüren: Da begegnet uns eine unbeschwerte, ungetrübte Leichtigkeit des Seins, ein positives, fröhliches Fühlen, in dem wir Befreiung und seelische Öffnung erfahren, die eine gänzlich andere Seite des Genies Schubert zeigt: die starke Empfindung der Hoffnung und ungebremster Lebenskraft. Durchwegs vermeiden all diese Ouvertüren schmerzliche Passagen und sind durchflutet von Licht und Sonne.

Seit über fünf Jahrzehnten sind die Berliner Symphoniker ein fester Bestandteil des Berliner Musik- und Kulturlebens und bereichern die deutsche Orchesterlandschaft, seit 1990 sind sie das Orchester für alle Berlinerinnen und Berliner. Das Repertoire der Berliner Symphoniker umfasst neben dem klassischen, weitgefächerten und populären Konzertangebot auch besondere Raritäten – unbekannte und in Vergessenheit geratene Werke sowie zeitgenössische Kompositionen.


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