Shira Patchornik & CHAARTS
Die energiegeladene Sopranistin Shira Patchornik, die aus Israel kommt, ihre Ausbildung u. a. in Leipzig genossen hat und in Berlin lebt, begeistert als Protagonistin in
Barockopern auch deswegen, weil sie immer weiterdenkt, tiefer gräbt und größere Zusammenhänge eröffnet: Besonders deutlich wird dies in Bella Furia, dem Programm,
in dem Shira Patchornik die Arien der Kammerzofen denen der Komtessen und Königinnen gegenüberstellt. Ihre Beobachtung ist, dass es bei den Bediensteten oft lebendiger zugeht, während Prinzessinnen die grossen Gefühle ausmalen. Shira Patchornik recherchierte zusammen mit Filip Hruby in Bibliotheken, Archiven und Manuskripten, und beide machten die Mehrheit dieser Arien neu zugänglich. Damit beeindruckte sie bereits live gemeinsam mit dem Ensemble CHAARTS «mit zorniger Bravour, reich an Gestik und Mimik im brillanten Koloratursopran» (Allgäuer Zeitung).
Zusammenhänge sieht Shira Patchornik dank ihrer zahlreichen Engagements und Auftritte u. a. im Wiener Konzerthaus, im Het Concertgebouw Amsterdam und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Beim dortigen Cesti-Wettbewerb gewann sie den ersten Preis und auch den Publikumspreis; kurz darauf folgte der erste Preis beim Concours Corneille. Shira Patchornik verströmt vermittelnde Energie, liebt die Freiheit für Improvisation und kreative Spielräume der Alten Musik genauso wie die Möglichkeiten in der Neuen Musik. Einen Publikumspreis erhielt z. B. die Kinderoper «Ein Monsterchen», für die sie das Libretto schrieb.
Mit packender Intensität und stupender Meisterschaft entfaltet das Schweizer Ensemble CHAARTS eine stilistische Bandbreite über die Musik der Jahrhunderte, die ihresgleichen sucht. Musikalischen Einschränkungen unterwirft sich das international auftretende Ensemble nicht. Das vorwiegend aus Kammermusikern aus ganz Europa zusammengesetzte Ensemble wird durch namhafte Solisten und Solobläser aus Spitzenorchestern ergänzt.
